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Führung im Stift Klosterneuburg 2007

Am Samstag, 14. April 2007, sind knapp 100 Mitglieder und Freunde des Vereins der Vorarlberger in Wien nach Klosterneuburg gekommen, um sich durch das Stift mit den neu gestalteten Ausstellungs-räumen führen zu lassen. Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass vor den Toren Wiens ein kulturelles Juwel vorhanden ist, dessen große Bedeutung vielen noch nicht bewusst war. Einem beträchtlichen Teil unserer Teilnehmer waren auch die neu gestaltete Präsentation der Kunstwerke und die Räum-lichkeiten noch nicht bekannt.

Die großartige und Bausubstanz im Bereich des Haupteingangs zum Stiftsmuseum zeigt sich schon beim Eintreten in Gestalt der „Sala terrena“, einem bisher versperrten Teil des Barock-Trakts. Gleich zu Beginn wurde die große Zahl der Teilnehmer mit einem Glas Klostersekt willkommen geheißen und von Propst Bernhard Hermann BACKOVSKY mit einer kurzen Einführung zu Klosterleben, Seelsorge-tätigkeit (mit 24 Pfarreien in Niederösterreich) und wirtschaftlichen Aufgaben des Stiftes begrüßt. Der Herr Generalabt hat sich auch als ausgezeichneter Kenner Vorarlbergs gezeigt, ist doch einer seiner liebsten Erholungsorte im vorderen Bregenzerwald gelegen.

In 3 Gruppen konnte die große Schar der Interessierten sich über die legendenumwobene Gründung von Klosterneuburg im Jahr 1114 durch den Hl. Leopold, die wechselvolle Baugeschichte und die Entwicklung des Augustiner-Chorherrenstiftes ihren Wissensdurst und die Neugierde stillen. Hiermit bot sich auch die Gelegenheit, sich über die äußerst geschmackvolle neu gestaltete Präsentation des hohen Kulturgutes ein eindrucksvolles Bild zu machen.

So wanderten die ausgesprochen kundigen Führerinnen mit den ihnen anvertrauten Besuchern durch die verschiedenen Teile des Gebäudekomplexes, nicht ohne die wichtigsten Stationen mit ihrem umfangreichen Wissen zu erklären. Besonders klar und beeindruckend sind die verschiedenen Themenbereiche gegliedert: Auf dem imperialen Weg folgte man den für die kaiserlichen Besuche errichteten Prunkräumen, staunte über die Pracht der kostbaren Einrichtung oder der Fresken und genoss zwischendurch die unglaubliche Aussicht auf die Donaulandschaft und bis nach Wien. Der sakrale Weg führte durch die mittelalterlichen Gebäude im westlichen Teil und in die tiefer gelegenen Bereiche, wo als Höhepunkt nicht nur die die berühmte Vorderseite des Verduner Altars in der Leopoldskapelle, sondern auch dessen alte Rückseite sowie auch antike Heiligenstatuen in einem neu adaptierten Ausstellungsraum zu bewundern war. Mittelalterliche Kirchenfenster, Kreuzgang und barockisierte Kirche hinterließen ebenso tiefe Bewunderung für das alte handwerkliche Geschick der Meister. Schließlich kamen auch noch die Weinliebhaber auf ihre Rechnung, als der Weg durch die Kellerräume (diese sind in 3 unterirdischen Etagen angelegt) ging und die 4 Weinanbaugebiete Klosterneuburg, Leopoldsberg, Gumpoldskirchen und Tattendorf, die zur Stiftskellerei gehören, vorgestellt wurden. Die beträchtlichen Unterschiede in den natürlichen Voraussetzungen bei Klima und Böden diese Anbauregionen sind Grundlage für das große Sortiment an verschiedenen Weinen bester Qualität.

Zu guter Letzt durfte eine Weinprobe nicht fehlen. Den Abschluss des inhaltsreichen Nachmittags bildete eine Brettljause zusammen mit einer Weinverkostung von weißen und roten Klosterneuburger Stiftsweinen. Dazu war vom umsichtigen Organisator Horst RUPP auch der neu adaptierte Schüttkasten, ein Teil des Stiftskellers, reserviert worden. Das allgemeine Lob für diese Führung galt dem Initiator, Obmann Dr. Andreas KÖB und besonders dem Veranstaltungsreferenten, Horst RUPP für seine umfangreichen Vorbereitungen.

http://www.stift-klosterneuburg.at/

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