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La Cage aux Folles 2006

Ende April trafen sich 80 Mitglieder des Vereins der Vorarlberger in Wien am späten Nach-mittag beim Bühneneingang der Volksoper Wien, um sich das Musical „La Cage aux Folles“ anzusehen. Erfreulicherweise haben sich wieder etliche, sonst selten gesehene Mitglieder für diese Veranstaltung Zeit genommen.

Zuerst wurden alle Personen durch endlos erscheinende Gänge in einen der Probenräume geschläust. Es dauerte auch nicht lange und Karlheinz HACKL, der als Travestie-Star „Zaza“ in „La Cage aux Folles“ auftritt, stand mitten unter uns. Herr HACKL hatte uns so einiges über seine Begegnungen mit Vorarlbergern zu erzählen und gab zusätzliche Anekdoten zum Besten. Leider war die Zeit mit Herrn HACKL kurz bemessen, da er für seinen Auftritt am Abend in der Maske vorbereitet werden musste.
Bis zur Ankunft von Herrn Mag. WAGNER-TRENKWITZ, dem künstlerischen Koordinator der Volksoper Wien, wurden wir mit Häppchen und Getränken verköstigt. Anschließend fütterte uns Mag. Christoph WAGNER-TRENKWITZ mit vielen pointierten Detailinformationen über die Volksoper aber auch wir selbst durften unserer Neugier mit Fragen nachgehen. Als alle Un-klarheiten bereinigt waren, war es ein kleines Kunststück uns vollzählig durch die viele Gänge direkt zu den Plätzen im 1. Rang zu geleiten.

Beträchtliches Aufsehen erregte hier ein „Fan“ von „Zaza“. Ein älterer Herr erschien bereits vor der Vorstellung mit großem breitkrempigen pinkfarbenem Hut, dazu passendem Anzug und einem großen Diamantring am Finger. Durch sein graziöses Auftreten umfing uns „Vorarlberger“ bereits vor Beginn der Vorstellung ein bisschen von dem Flair, den „Zaza“ später verströmen sollte.

Kurz zum Inhalt von „La Cage aux Folles“: Es geht um den exaltierten Homosexuellen Albin, der sozusagen als „der Star“ im Nachtclub „La Cage aux Folles“ seines Geliebten Georges (Erwin WINDEGGER) in St. Tropez auftritt. George aber hat einen Sohn aus Jugendzeiten. Dieser beabsichtigt, die Tochter eines moralisierenen Politikers zu heiraten, der wiederum das Vergnügungsviertel in St. Tro-pez als verwerflich ansieht. Natürlich wollen und sollen sich die Familien gegenseitig kennen lernen. Doch dabei stört Albin alias „Zaza“. Nach großen Wirrungen steht Albin hilfreich zur Seite des jungen Paares und verzaubert auch den Schwieger-vater in spe. Zum guten Schluss fliegt die Komödie aber dennoch auf, denn durch den Druck von Fotografen und Presse wird der Vater der Braut geradezu gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Bei seinem letzten Saisonauftritt in dieser Rolle brillierte Karlheinz HACKL wie erwartet als Travestiestar „Zaza“. Die mehr als drei Stunden vergingen wie im Flug und die standing-ovations am Schluss des Musicals waren sehr wohl berechtigt. (Daniela Vonbun) Ein herzliches Dankeschön geht an die SCHOELLERBANK, die uns bei dieser Veranstaltung unterstützt hat!