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Sommerausflug 2004

Artstetten – 90 Jahre Sarajewo und Ottenschlag – Welt des Mohns; das waren die Schwerpunkte des Sommerausfluges der Vorarlberger in Wien 2004.       

Pünktlich um 8 Uhr starteten auch heuer wieder 2 Reisebusse, vollbesetzt mit 97 Mitglieder und Freunde der Vorarlberger in Wien zum traditionellen Sommerausflug.

Die Ziele waren von den verantwortlichen Organisatoren Horst und Friedl RUPP sowie Florian und Elfi PARTL mit Bedacht gewählt und die Durchführung perfekt organisiert und betreut. Vorab sei diesem Team ein herzliches Vergelt’s Gott und Gratulation ausgesprochen. Doch nun zu den Details:

 

Wie jedes Jahr war das Schottentor im Ersten Wiener Bezirk Ausgangspunkt einer langen, informativen und unterhaltsamen Tour durch das südliche Waldviertel. Entgegen dem Wettertrend des diesjährigen Sommers war uns der Wettergott gnädig und die Sonne unser Begleiter durch den Tag. Über die Westautobahn führte die Route über Pöchlarn nach Wimm bei Maria Taferl, wo beim Waldviertler Nostalgie-Heurigen der Familie Peham bereits die Wurstsemmeln vorbereitet waren. Gekonnt betätigten sich die Organisatoren als Mundschenke – ganz zur Freude der bereits durstigen Gesellschaft.

Derart gestärkt ging es weiter zum Schloss Artstetten, Gedenk- und letzte Ruhestätte des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gemahlin, Sophie Herzogin von Hohenberg. 2 Tage vor dem 90. Jahrestag des Attentats in Sarajewo am 28. Juni 1914 hatte die Führung durch das Franz-Ferdinand-Museum höchste Aktualität. Ein sehr informativer, etwa einstündiger Rundgang durch die Räumlichkeiten des Schlosses brachte den Ausflüglern das Leben und Wirken des Thronfolgers sowie das Drama des Doppelmordes und dessen katastrophalen Auswirkungen auf ganz Europa näher.

Mittlerweile Mittag geworden war es Zeit, nach Laimbach weiterzufahren, um dort im Seminargasthof Schreiner ein hervorragendes Essen zu genießen. Die Getränke dazu wurden dankenswerter Weise von der Dornbirner Sparkasse gesponsert, die ebenfalls mit einer Abordnung beim Ausflug vertreten war.

Für einen Verdauungsschlaf blieb danach nicht viel Zeit, denn es ging weiter in das nahgelegene Ottenschlag, genauer gesagt, in den Ortsteil Haiden, um dort das 1. Österreichische Mohnmuseum der Familie Greßl zu besuchen. In zwei Gruppen aufgeteilt wurde den interessierten Zuhörern in einer Tondiashow und Präsentation viel Wissenswertes zum Thema Mohn vermittelt. Ein liebevoll gestalteter Museumsteil lud des Weiteren zum Selbststudium ein. Den Mohnspezialitäten im Hofladen konnte ebenfalls kaum jemand widerstehen und so wird es in den Haushalten der Teilnehmer in den Wochen nach dem Ausflug wohl vermehrt Mohngerichte oder mit gesundem Mohnöl verfeinerte Salate zu Essen gegeben haben.

Apropos Essen! Auch dieses war wieder fällig! So führte uns der Weg von Ottenschlag über Kottes, Weißenkirchen und Krems nach Absdorf. Hier warteten im Dorfheurigen Krase die Heurigenplatten bereits auf uns. Da der Wein in Menge und Qualität dem Essen um nichts nachstand, genossen alle den Ausklang eines sehr gelungen Tages. Dies umso mehr, als die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank den Heurigenbesuch sponserte – herzlichen Dank dafür.

Gegen 19:30 erfolgte die Abfahrt in Richtung Wien, wo der Ausflug um etwa 21:00 Uhr wieder dort endete, wo er am Morgen begann – und wo er im Juni des kommenden Jahres wieder starten wird. (mb) 

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