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Sommerausflug 2005

Ein Steinbruch und zwei westungarische Schlösser als waren die Besichti­gungspunkte desSommerausfluges der Vorarlberger in Wien 2005.

Zu fast nachtschlafener Zeit waren die ersten Ausflügler schon um 7 Uhr gekommen, denn um eine halbe Stunde früher als sonst starteten die 2 Reisebusse, vollbesetzt mit 105 Mitglieder und Freunden der Vorarl­berger in Wien zum traditionellen Sommerausflug.

Die Ziele waren von den verantwortlichen Organisatoren Horst und Friedl RUPP sowie Florian und Elfi PARTL mit Weitsicht gewählt und die Durchführung perfekt organisiert und betreut. Deshalb gebührt diesem Team ein herzliches Dankeschön und Gratulation.

Wie jedes Jahr war das Schottentor im Ersten Wiener Bezirk Ausgangspunkt einer neuen, informativen und unterhaltsamen Tour durch in die westungarische Tiefebene wobei wir den Neusiedler See als Zentrum um­rundet haben. Nachdem die Schafskälte in den 10 Tagen zuvor ganz Mitteleuropa frieren hat lassen, war der Wetterverlauf günstig und die Sonne meist unser Begleiter durch den Tag. Über die Süd- und Burgenland­autobahn erreichten wir bei Klingenbach und Sopron [Ödenburg] die Grenze zu Ungarn. Nach der strengen aber raschen Passkontrolle führte uns der Weg an Sopron vorbei nach Fertörákos [Kroisbach] zum dortigen Steinbruch, wo es eine erste Pause mit den schon obligaten   Wurstsemmeln und Getränken gab. Die meisten Teilnehmer haben auch die Gelegenheit genützt, nicht nur die Beine zu vertreten, sondern auch die riesigen Ausmaße des Steinbruchs zu erkunden und die schöne Aussicht auf den Neusiedler See mit seinem gigan­tischen Schilfgürtel zu genießen.

Also war man gestärkt und konnte die kurze Fahrt nach Nagycenk [Großzinkendorf] in Angriff nehmen. Hier im Ort gibt es neben einem Eisenbahnmuseum auch ein monumentales Mausoleum. Unser Ziel aber war das Schloss Széczenyi mit seiner Austellung zum Leben und Wirken der verschiedenen Mitglieder der berühmten Grafenfamilie Széczenyi. Dem bekanntesten Vertreter dieser Adelsfamilie, István Széczenyi, ist der Großteil der Ausstellung gewidmet und würdigt seine vielfältigen Verdienste als Politiker, als Begründer der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, als Erbauer der Kettenbrücke in Budapest und als Initiator der vielen Entwässerungsarbeiten in großen Bereichen von Donau und Theiß. Das kleine Schloss ist in einem schönen Park gelegen und steht am Beginn einer 2 km langen nordwärts gerichteten Lindenallee.

Nach dieser Wissenserweiterung war es wieder an der Zeit, dem aufkommenden Hunger etwas entgegen­zusetzen, also setzten wir uns wieder in den Bus und nahmen Kurs nach Osten. In einem kleinen Ort, abseits der Hauptstraßen, in Röjtökmuzsaj, haben wir das Schlosshotel Szidónia gefunden, in dessen Restaurant ausreichend Platz für unsere große Gruppe gegeben war. Der Wintergarten war sehr fein für uns herausge­putzt und das Essen ist dem Ambiente nicht nachgestanden. Die Getränke dazu wurden dankenswerter Weise wieder von der Dornbirner Sparkasse gesponsert, die mit einer Abordnung beim Ausflug vertreten war. Da die Speisenfolge in kürzester Zeit erfolgt ist, war genügend Zeit, in der sich die Hotelmanagerin bereit erklärte, eine Führung durch Haus und dazugehörigem Park zu machen.

Für den Nachmittag war in 15 km Entfernung schon ein weiterer Programmpunkt angesetzt, deshalb ging es weiter nach Fertöd, denn dort warteten schon 2 Führer auf uns, um uns durch einige der 127 Zimmer im Schloss Eszterháza zu begleiten. Die wechselvolle Geschichte und der gesellschaftliche Aufstieg der Familie Esterházy wurde eindrucksvoll beleuchtet: die große Zeit des Schlosses mit seinen baulichen Erweiterungen bis zur eigenen Oper einem eigenen Orchester und einem großen eigenen Hofkapellmeister namens Joseph Haydn. Im 1. Stock des Schlosses befinden sich unter anderem 2 barocke Säle, die auch in der heutigen Zeit für musikalische Aufführungen Verwendung finden. Leider war der große Saal mit seinen berühmten Deckengemälden gerade in Restaurierung und deshalb hinter Gerüsten und Abdeckungen versteckt. Auch von außen hat sich das Schloss in neuem Gewand gezeigt: die Fassade im Ehrenhof hat einen neuen Anstrich erhalten, während die südseitige, zum riesigen Park gerichtete Fassade noch die alte gelbe Farbe trägt. Auch in Fertöd war noch ausreichend Zeit, sich im Schlosspark ein wenig zu erholen oder bei den Kiosken eine Kleinigkeit zu erstehen.

Schließlich setzten wir die Fahrt fort und kamen in Pamhagen wieder nach Österreich zurück und nahmen den kürzesten Weg durch den Seewinkel zum abschließenden Besuch bei der Buschenschank Gratzer in Göttlesbrunn. Hier erwarteten uns bereits die Gastgeber mit den Heurigenplatten. Da der Wein in Menge und Qualität dem Essen um nichts nachstand, genossen alle den Ausklang eines sehr gelungen Tages. Dies umso mehr, als die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank den Heurigenbesuch mitfinanzierte – herzlichen Dank dafür. Gegen 19:45 erfolgte die Abfahrt in Richtung Wien, wo der Ausflug um etwa 20:30 Uhr wieder dort endete, wo er am Morgen begann – und wo er im Juni des kommenden Jahres wieder starten wird.

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