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Sommerausflug 2015

Besuch der Rosenburg und von Retz

Im 130. Vereinsjahr wurde die Tradition fortgeführt und der alljährlich beliebte Sommerausflug vom Verein der Vorarlberger in Wien organisiert. Ziele waren heuer die Renaissanceburg Rosenburg und der Weinort Retz mit Kellergassen- und Windmühlenführung. Das Wetter war der Reisegruppe von 56 Personen hold und so konnten das Schloss Rosenburg und die anschließende Greifvogelschau bei herrlichem Sonnenschein besichtigt werden. Um 8.15 Uhr verließ die Reisegruppe mit einem Bus Wien vom Schwedenplatz aus in Richtung Waldviertel.

Während der rund 75minütigen Fahrt von Wien nach Rosenburg und nach den netten Begrüßungsworten des Vereinsobmanns, Dr. Andreas Köb, konnten die AusflugsteilnehmerInnen in den im Bus bereit liegenden Unterlagen erste Eindrücke von ihrem Tagesprogramm entnehmen. Bei der Rosenburg angekommen, gab es vor dem Schlosseingang auf schön arrangierten Parkbänken eine erste Stärkung mit Wurst- und erstmals Käsesemmeln, Äpfeln, Wein, Wasser und Apfelsaft.

Danach begann um 10 Uhr die Führung in 2 Gruppen durch das Renaissanceschloss Rosenburg, das im Besitz der Familie Hoyos und eine der bedeutendsten Anlagen im Waldviertel ist. Mit mehr als 65.000 Besuchern im Jahr zählt die Rosenburg zu einer der bestbesuchten Attraktionen Niederösterreichs. Im Inneren des Renaissanceschlosses erwarteten die Reisegruppe kostbare Möbel, Bilder und Kunstgegenstände. Der Marmorsaal, die Bibliothek und die Schlosskapelle sind die schönsten Räume der Rosenburg und vermitteln etwas von der Einmaligkeit dieses Schlosses.

Nach der einstündigen Führung wurde die Gruppe in den Renaissancefalkenhof geführt, wo sie der beeindruckenden Greifvogelvorführung in historischen Gewändern folgen konnte. Dabei zeigten neben Adlern, Falken und Eulen auch Giganten wie der seltene Riesenseeadler oder Gänsegeier mit Flügelspannweiten von bis zu 3 Metern ihr Können. Die Schwerpunkte der Arbeit auf der Rosenburg bilden seit 1987 neben der allgemeinen Greifvogelkunde die Zucht und die Darstellung der historischen Falknerei während der Freiflugvorführungen. Dabei wird pädagogisches Wissen in unterhaltender Form vermittelt.

Nach 2 Stunden Führung hatten viele bereits großen Durst und so ging es um 12.15 Uhr in den benachbarten Schlossgasthof Rosenburg, wo uns kühle Getränke und ein köstliches 3-Gang-Menü erwartete. Manche machten es sich auf der wunderbaren Sonnenterrasse gemütlich, die meisten blieben im schönen Festsaal im Kühlen. Um 14.15 Uhr ging die Fahrt weiter nach Retz.

Am Busparkplatz in Retz angekommen, begab sich die Reisegruppe zu Fuß in das historische Stadtzentrum, denn der Bus darf aufgrund der Unterkellerung von Retz nicht auf den Hauptplatz fahren. Um 15 Uhr startete die erste Gruppe mit der Führung durch den Erlebniskeller in Retz, Österreichs größten historischen Weinkeller. Das gesamte Kellerlabyrinth erstreckt sich in einer Gesamtlänge von ca. 20 km unter dem Stadtkern und ist damit länger als das Straßennetz oberirdisch. Die Keller sind bis zu 20 m tief in bloßen Meeressand gegraben und teilweise dreigeschossig angelegt. Der Retzer Erlebniskeller ist nur mit Führungen zu besichtigen. Die Besucher wurden bereits vorab darauf hingewiesen, auf geeignete Kleidung zu achten, denn im Keller herrscht eine konstante Temperatur von 10-12°C. Die Führung dauerte etwa 1½ Stunden und beinhaltete eine kurze Hauptplatzerklärung und 1 Weinprobe in der Gebietsvinothek Retzer Land.

Nach der Weinprobe ging es zum nächsten Programmpunkt: der Retzer Windmühle, das Wahrzeichen und wunderbar oberhalb von Retz auf dem Kalvarienberg gelegen ist. Manche wollten zu Fuß hinauf gehen, manche noch rasch in den Retzer Bauernladen, um die eine oder andere Köstlichkeit mit nach Wien zu nehmen. Die Einkäufer wurden mit dem Bus zur Windmühle gebracht. Auch hier wurde die Gruppe zweigeteilt, um die Führung der Windmühle besser gewährleisten zu können. Seit 1833 befindet sie sich im Besitz der Familie Bergmann. Von Johannes Tobias Bergmann in ihrer jetzigen Form erbaut, wurde sie nach Jahrzehnten einträglicher Mahlarbeit von moderneren Technologien überholt und 1924 stillgelegt. Nach 85 Jahren dreht und mahlt sie nun wieder. Niederländische Windmühlenbauer restaurierten einige Teile des Innenlebens, bauten Teile der Flügelwelle, die Flügel selbst und das große Stirnrad nach. Selbst zwei neue Mühlstein wurde gegossen und eingebaut. Das Ergebnis ist die einzige betriebsfähige, vollständig eingerichtete Windmühle in Österreich. Ein technisches Denkmal von großem kulturhistorischem Wert, ein einzigartiges Erlebnis längst vergangener Technik, erlebbar in atemberaubender Ästhetik. 

Nach der einstündigen Windmühlenführung boten sich der Reisegruppe im angeschlossenen Windmühlenheurigen eine schmackhafte Brettljausen mit Gebäck, sowie eigener Wein, Säfte und Wasser. Um 20.15 Uhr ging die Fahrt dann wieder zurück nach Wien zum Schwedenplatz, wo der Sommerausflug der Vorarlberger nach beseelten Vorarlberger Gesängen im Bus beschwingt endete.

Besonderer Dank gilt Christiane SCHWAIGER, die den Ausflug organisiert und uns mit vielen interessanten Informationen rund um die beiden Ausflugsziele versorgt hat. Außerdem danken wir unseren Sponsoren, der Dornbirner Sparkasse und der Hypobank Vorarlberg, die sich bereit erklärt haben, die Kosten der Getränke beim Mittagessen und Heurigenbesuch zu übernehmen. (cs)

Renaissanceschloss Rosenburg www.rosenburg.at

Retzer Erlebniskeller www.erlebniskeller.at

Retzer Windmühle mit –Heurigen www.windmuehle.at

Fotos/Video von Stephan Krug: http://www.youtube.com/watch?v=ZTkfnFoZsEI